A1.3 Übungen zur Stärkung der fünf Organe (Wu Zang Gong)
Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sind Beschwerden und Krankheiten häufig Ausdruck eines Ungleichgewichts der Lebensenergie (Qi) eines bestimmten Organsystems. Es werden insgesamt fünf Organsysteme unterschieden:
- Leber-Gallenblase
- Herz-Dünndarm
- Magen-Milz
- Lunge-Dickdarm
- Nieren-Blase
So wie es in der chinesischen Medizintheorie keine klare Trennung zwischen Körper und Geist gibt, so gibt es sie auch nicht zwischen den einzelnen Organen: Die Organe arbeiten zusammen und bedingen einander.
Da schon erste Funktionsstörungen des jeweiligen Organsystems durch die Tian Gong-Organübungen behoben werden können, ist es möglich, dass die Heilung bereits vor Ausbruch der eigentlichen Erkrankung eintritt.
Ziel der Übungen ist die Heilung und Stärkung der einzelnen Organe sowie deren Funktionen. Außerdem werden durch das aufgenomme positive Qi (Zheng Qi) die Organe entgiftet und gereinigt.
Darüber hinaus gibt es dynamische Wechselwirkungen zwischen den Organen und den Emotionen. Bei Disharmonien der Organsysteme werden die entsprechenden Emotionen hervorgerufen und umgekehrt beeinflussen die Emotionen den energetischen Zustand der Organe. Im Laufe der Übungspraxis werden die zugehörigen Emotionen harmonisiert und ausgeglichen, wodurch sich innere Stabilität, Ruhe, Gelassenheit und mehr Lebensfreude im Alltag einstellen.
Das Tian Gong Institut bietet die Organübungen besonders zu den entsprechenden Jahreszeiten an.


