Mit dieser Übung bringen wir unsere Schwingungen als Menschen mit denen von Himmel und Erde in Einklang. Wissenschaftlichen Forschungen zufolge hat die Architektur der Pyramiden (in Asien der Pagoden) die Funktion, kosmische Energie zu bündeln. Daher können wir uns bei dieser Übung vorstellen, dass wir uns in einer Himmlischen Pagode befinden und dort die Übung praktizieren.
Himmlische Pagode – Tian Ta Gong
Äußere Haltung:
Diese Übung kann im Stehen, auf einem Stuhl sitzend, im Lotus- oder Schneidersitz oder im Knien (aufrecht oder auf den Fersen sitzend) ausgeführt werden.
Bei dieser Übung lehnen wir uns nicht an. Der Rücken ist aufrecht, aber entspannt. Die Füße in Schulterbreite auseinander stellen, so dass die Fußspitzen eine Linie bilden, die Füße stehen parallel oder mit den Fußspitzen etwas nach außen. Im Stehen sind die Kniegelenke leicht gebeugt, im Sitzen soll zwischen Ober- und Unterschenkel ein rechter Winkel bestehen. Die Arme zunächst locker hängen lassen, die Augen sanft schließen und das Kinn etwas heranziehen.
Wir versuchen, den ganzen Körper von oben nach unten zu entspannen. Für diese Zeit der Übung sind wir frei von allen Sorgen, Beschwerden und Problemen. Die Gedanken kommen zur Ruhe. Wir versuchen, von innen heraus zu lächeln.
Dann legen wir beide Hände aneinander und schließen sanft die Augen. Wenn die Stimmung andächtig geworden ist, denken wir daran, dass die Energie des Universums über Tian Gong alle Menschen auf der Welt mit Frieden, Gesundheit, Glück und Harmonie segnen wird.
Anschließend wird die rechte Hand nach oben geführt, so dass der Daumen leicht die Stelle des „Dritten Auges“ zwischen den Augenbrauen berührt. Der Daumen der anderen Hand zeigt auf die Mitte der Brust. Zeige- und Mittelfinger weisen jeweils zum Himmel, Ringfinger und kleiner Finger zur Erde.
Wenn die Arme schwer werden, können sie abgewechselt werden.
Abschluss: Keinesfalls vergessen!
Wir sagen uns innerlich, dass wir die Übung nun beenden werden. Dann nehmen wir die Hände nach unten und lenken unsere Aufmerksamkeit leicht auf die Fußsohlen.
Beide Hände übereinander auf den Bauchnabel legen (Männer zuerst die linke Hand, Frauen zuerst die rechte, die andere Hand darüber legen). Mit den Händen in einem mittleren Tempo leicht um den Bauchnabel (das untere Dan Tian bzw. Energiezentrum) kreisen – 9 Mal im Uhrzeigersinn, danach 9 Mal in die entgegengesetzte Richtung.
Anschließend die Hände reiben, bis sie warm sind, dann das Gesicht „waschen“: Die Handflächen fest an die beiden Wangen legen, entlang der Wangen nach oben in die Mitte der Stirn und dann kräftig nach unten bis zum Kinn hinunter streichen. Dann wieder entlang der Wangen nach oben und wieder nach unten (18 Mal).
Wenn die Übung im Schneidersitz oder im Knien durchgeführt wird, werden zum Schluss die Fußsohlen mit der Handkante jeweils 36 Mal auf und ab gerieben. Männer beginnen mit dem linken Fuß, Frauen mit dem rechten.
Dann die Hände wieder vor der Brust zusammen legen. Die Übung ist beendet.